Lesen Sie die Erfolgsgeschichte der Moritz Keller GmbH

„Die Feuertaufe habe ich hinter mir. Es gibt wenig, das mich jetzt noch erschüttern könnte.“ äußert der Gründer trocken. Der Kommentar bezieht sich auf seine Gründungsphase, die durch das Auftreten der Corona-Pandemie um ein Vielfaches erschwert wurde.

Geschäftsführer Moritz Keller der Moritz Keller GmbH

Aber nun von vorne: Moritz Keller absolvierte eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik. Danach schloss er erfolgreich ein Maschinenbaustudium ab. Studienbegleitend sammelte er bereits berufliche Erfahrung als Werkzeugmechaniker. Über viele Jahre war der in die Fertigung von Tablettierwerkzeugen hineingewachsene Spezialist als Produktions- und Betriebsleiter tätig. Diese Werkzeuge dienen dem Pressen von Tabs oder Tabletten. Die Palette ist breit und reicht von medizinischen Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln über Süßstoffe und Brühwürfel bis zu Geschirrspültabs. Beliefert werden folglich Pharmafirmen, aber auch weitere Branchen.

Da eine Übernahme des geführten Betriebs nicht möglich war, entschloss sich Moritz Keller zu Beginn des Jahres 2020, selbst einen solchen Fertigungsbetrieb zu gründen. Ein mutiges Unterfangen, denn für die Herstellung von Werkzeugstempeln werden große Fertigungsanlagen benötigt, die kapitalintensive Investitionen erfordern. Getreu dem Motto der Hamburger Wirtschaftsförderer „Sinnvolle Investitionen im Mittelstand dürfen nicht an fehlenden Sicherheiten scheitern.“ begleiteten die Bürgschaftsbank Hamburg GmbH und BTG Beteiligungsgesellschaft Hamburg mbH die Firmengründung. Der gesamte Maschinenpark wurde fabrikneu aufgestellt, um den maximalen technischen Nutzen und eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit für das Unternehmen zu gewährleisten.

Doch als wäre eine Gründung dieser Größenordnung nicht schon fordernd genug, eskalierten kurze Zeit später die Geschehnisse rund um den sich rasch ausbreitenden, neuen Coronavirus. Die Folgen des Lockdown und der Restriktionen erstreckten sich von Problemen bei der Inbetriebnahme der Maschinen mangels Entsendung von Technikern über Verzögerungen bei der Materiallieferung zur Anfertigung der in Auftrag gegebenen Produkte bis hin zu allgemeinen Lieferengpässen von Verbrauchsgütern. Auch die Akquise neuer Kunden gestaltete sich schwierig ohne persönlichen Kontakt. Als es in dem Kontext durch vorfinanzierte Ware und laufende Betriebskosten zu zusätzlichem Kapitalbedarf kam, konnte die BTG mithilfe des „Corona Recovery Fonds (CRF)“ unterstützen. Ziel des CRF-Programms war es, gesunde Firmen, die infolge der Corona-Krise in finanzielle und wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, über Liquiditätsengpässe hinwegzuhelfen. Die Unterstützung erfolgte durch Beteiligungskapital in Form von typisch stillen Beteiligungen der BTG Hamburg.

Derzeit scheint die schwerste Phase überstanden, die Produktionsbedingungen verbessern sich zusehends und auch die 20 Angestellten konnten durch das entschlossene Handeln der Beteiligten weiter beschäftigt bleiben.

Kann sich eine Gründungsphase noch herausfordernder gestalten? Schwer vorstellbar. Doch dem Geschäftsführer bleibt die schwierige Startphase dennoch positiv in Erinnerung: „Die Bürgschaftsbank und BTG leisteten hervorragende Beratung und Unterstützung bei dem gesamten Gründungsvorhaben, dem Generieren von Fördermitteln und Ersatz von Sicherheiten. Das war für eine Gründung in diesem Umfang unersetzlich.“

Als BTG freuen wir uns, zukunftsträchtige Betriebe des Wirtschaftsstandorts Hamburg, wie die Moritz Keller GmbH, bei der Gründung und in unverschuldeten Krisensituationen unterstützen zu können.

Stand: Nov. 2022

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